Staatl. anerkannter Erholungsort
| Abseits vom
großen Touristenstrom, im größten zusammenhängenden Waldgebiet der Bundesrepublik, dem
Bayer. Wald, liegt der staatl. anerkannte Erholungs- und Wintersportort Hauzenberg.
|
|||
| In einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft bildet Hauzenberg, von einer Reihe
bewaldeter Granitberge eingefaßt, das Kernstück des Erholungsgebietes "Südlicher
Bayerischer Wald" zwischen der Dreiflüssestadt Passau und dem Nationalpark Bayer.
Wald. |
|
||
Die heilkräftige Höhenlage (550 - 900 m) und die nach Süden hin offene Landschaft nahe der Donau sind die Grundlage für ein ausgezeichnetes Erholungsangebot zu allen Jahreszeiten.Aber auch der Ort selbst birgt manche Sehenswürdigkeit, wie die Reste der Burg Freudensee, die Pfarrkirche mit dem "Freudenseer Altar", dem einzigen vollständig erhaltenen spätgotischen Flügelaltar des gesamten Bayerischen Waldes, den barocken Marienbrunnen v. 1667, die "Säule des Königs", von der 1844 König Ludwig I. von Bayern für den Bau der Befreiungshalle in Kelheim 18 solcher Steinsäulen in Hauzenberg brechen ließ, sowie zahlreiche Pestsäulen und Kapellen. Familienfreundlichkeit ist für Hauzenberg nicht nur ein Schlagwort. Wo man soviel unternehmen kann, fühlen sich natürlich auch Kinder und Eltern wohl. Hauzenberg bietet auch das ganze Jahr hindurch entsprechende Veranstaltungen wie den traditionellen großen Faschingszug, die Kulturwochen im Mai, Bürger- und Volksfeste im Juli und August. Einzigartig ist der alljährliche Nikolauseinzug, jeweils am O5.Dezember, veranstaltet von der Nikolaus-Gilde Hauzenberg. Für Abwechslung sorgen auch Heimat- und Brauchtumsveranstaltungen, Tanzabende, Discotheken und Bibliothek. Kurzum, in Hauzenberg läßt sich`s erlebnisreich Urlaub machen. Eine besondere Attraktion ist das Graphit-Bergwerk Kropfmühl. In geführten Gruppen kann der Besucher bis zur 4. Sohle in 45 m Tiefe einfahren. Dort sind Arbeitsplätze und Abbaumethoden im Graphit-Bergbau zu besichtigen.Ein interessantes Museum und ein geologischer Lehrpfad sind dem Bergwerk angeschlossen. Übrigens, in Kropfmühl bei Hauzenberg ist das einzige Graphit-Bergwerk im gesamten EG-Raum. Das Tiermuseum ist das einzige seiner Art im Südlichen Bayerischen Wald. Das Tiermuseum von Josef Kinateder ist in Hauzenberg zu einem gewichtigen Anziehungspunkt geworden. Hier können Sie betrachten, was in der Natur kaum beobachtet werden kann: vom Zaunkönig, unserem kleinsten Singvogel bis zum Uhu mit seinen mächtigen Fängen. Weitere 500 Tierpräparate können Sie in ihrer natürlichen nachgestellten Umgebung betrachten. |
|||
|
|
|
| Über die Gründungszeit und die Gründer Hauzen- bergs ist man auf Vermutungen angewiesen. Um das Jahr 1000 herum wurden Ortsnamen auf "-dorf und -berg" üblich. Es ist daraus zu schließen, daß um diese Zeit der Ort Hauzenberg und eine Reihe größerer Ansiedlungen in der Umgebung der Stadt entstanden sind. Besiedelt wurde das Gebiet von Hauzenberg mit einiger Sicherheit schon beim Vor- dringen der Bajuwaren im 8.Jahrhundert. Wie weit Kelten und Römer von der Donau her in den da- maligen Nordwald vorgedrungen sind, ist ungewiß. Nach neueren Erkenntnissen scheint festzustehen, daß erste Siedlungsformen schon in der Jungstein- zeit um 5000 vor Christus vorhanden waren. Stein- zeitfunde am Staffelberg, die im Rathaus verwahrt werden, beweisen dies. Im Jahre 1010 geht das Gebiet um Hauzenberg durch eine Schenkung Kaiser Heinrich II. an das Kloster Niedernburg in Passau und wird damit dem sogenannten "Abteyland" eingegliedert. Die höch- ste Erhebung des Bereiches, der "Frauenwald", erinnert an diese Zeit. 1130 wird Hauzenberg erst- mals urkundlich erwähnt. Es besitzt um diese Zeit bereits eine Filialkirche der Pfarrei Kellberg. Mitte des 14. Jahrhunderts scheint Hauzenberg schon ein stattlicher Ort von ca. 65 Anwesen und einiger wirtschaftlicher Bedeutung gewesen zu sein. Bischof Gottfried von Passau erhebt den Ort zum "gefreiten Markt" und verleiht ihm die damit verbundene "Ehaft" (Ortsrecht in 45 Paragraphen) und den Freiheitsbrief im Jahr 1359. Die damals genehmigten Märkte finden heute noch statt. |
Mitte des 19.Jahrhunderts vernichten mehrere Großbrände fast ganz Hauzenberg. In ihrem Orts- kern zeigt die Stadt im wesentlichen noch das- selbe Ortsbild wie nach dem damaligen Wieder- aufbau. Durch Kriegsnöte hat Hauzenberg und sein Umland kaum Schäden erlitten. Große Teile der Bevölkerung sind dagegen im 17. Jahrhundert der Pest erlegen. Die Stadt Hauzenberg war nie ein befestigter Ort. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt erlebte |
|
|
|
| 1429 wird Hauzenberg selbstständige Pfarrei und entwickelt sich bis zum heutige Tage zu einer der größten katholischen Pfarreien im Bistum Passau. 1851 wird eine erste große neugotische Kirche errichtet, die im Jahr 1972 einem der größten und schönsten modernen Kirchenbauten Bayerns weichen muß. Das spätgotische Presbyterium der ehemaligen |
Nach 1948 tritt wirtschaftlich eine grundlegende Änderung ein. Nacheinander entstehen bedeu- tende Betriebe der Holz-, Knopf-, Spirituosen-, Wäsche-, Reißverschluß-, Pelz- und Elektroindu- strie. Dazu kommen große Bauunternehmen und kleinere Maschinen- und Gerätefabriken. Die Stadt wird zum wirtschaftlichen Schwerpunkt im Südli- chen Bayerischen Wald. Hinzu kommt ein ständig wachsender Fremdenverkehr. Hauzenberg ist mit ca. 12500 Einwohnern als |
|
|