Gemeinde : Hauzenberg
    
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Region : Niederbayern
Landkreis :
Seehöhe : 550m - 900m
Einwohner : 12500



Staatl. anerkannter Erholungsort

Abseits vom großen Touristenstrom, im größten zusammenhängenden Waldgebiet der Bundesrepublik, dem Bayer. Wald, liegt der staatl. anerkannte Erholungs- und Wintersportort Hauzenberg.

 

In einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft bildet Hauzenberg, von einer Reihe bewaldeter Granitberge eingefaßt, das Kernstück des Erholungsgebietes "Südlicher Bayerischer Wald" zwischen der Dreiflüssestadt Passau und dem Nationalpark Bayer. Wald.

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Die heilkräftige Höhenlage (550 - 900 m) und die nach Süden hin offene Landschaft nahe der Donau sind die Grundlage für ein ausgezeichnetes Erholungsangebot zu allen Jahreszeiten.

Aber auch der Ort selbst birgt manche Sehenswürdigkeit, wie die Reste der Burg Freudensee, die Pfarrkirche mit dem "Freudenseer Altar", dem einzigen vollständig erhaltenen spätgotischen Flügelaltar des gesamten Bayerischen Waldes, den barocken Marienbrunnen v. 1667, die "Säule des Königs", von der 1844 König Ludwig I. von Bayern für den Bau der Befreiungshalle in Kelheim 18 solcher Steinsäulen in Hauzenberg brechen ließ, sowie zahlreiche Pestsäulen und Kapellen.

Familienfreundlichkeit ist für Hauzenberg nicht nur ein Schlagwort. Wo man soviel unternehmen kann, fühlen sich natürlich auch Kinder und Eltern wohl.

Hauzenberg bietet auch das ganze Jahr hindurch entsprechende Veranstaltungen wie den traditionellen großen Faschingszug, die Kulturwochen im Mai, Bürger- und Volksfeste im Juli und August. Einzigartig ist der alljährliche Nikolauseinzug, jeweils am O5.Dezember, veranstaltet von der Nikolaus-Gilde Hauzenberg.

Für Abwechslung sorgen auch Heimat- und Brauchtumsveranstaltungen, Tanzabende, Discotheken und Bibliothek.

Kurzum, in Hauzenberg läßt sich`s erlebnisreich Urlaub machen.

Eine besondere Attraktion ist das Graphit-Bergwerk Kropfmühl. In geführten Gruppen kann der Besucher bis zur 4. Sohle in 45 m Tiefe einfahren. Dort sind Arbeitsplätze und Abbaumethoden im Graphit-Bergbau zu besichtigen.
Ein interessantes Museum und ein geologischer Lehrpfad sind dem Bergwerk angeschlossen. Übrigens, in Kropfmühl bei Hauzenberg ist das einzige Graphit-Bergwerk im gesamten EG-Raum.

Das Tiermuseum ist das einzige seiner Art im Südlichen Bayerischen Wald. Das Tiermuseum von Josef Kinateder ist in Hauzenberg zu einem gewichtigen Anziehungspunkt geworden. Hier können Sie betrachten, was in der Natur kaum beobachtet werden kann:
vom Zaunkönig, unserem kleinsten Singvogel bis zum Uhu mit seinen mächtigen Fängen.
Weitere 500 Tierpräparate können Sie in ihrer natürlichen nachgestellten Umgebung betrachten.



 

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Marienbrunnen

 

Über die Gründungszeit und die Gründer Hauzen-
bergs ist man auf Vermutungen angewiesen. Um
das Jahr 1000 herum wurden Ortsnamen auf "-dorf
und -berg" üblich. Es ist daraus zu schließen, daß
um diese Zeit der Ort Hauzenberg und eine Reihe
größerer Ansiedlungen in der Umgebung der Stadt
entstanden sind. Besiedelt wurde das Gebiet von
Hauzenberg mit einiger Sicherheit schon beim Vor-

dringen der Bajuwaren im 8.Jahrhundert. Wie weit
Kelten und Römer von der Donau her in den da-
maligen Nordwald vorgedrungen sind, ist ungewiß.

Nach neueren Erkenntnissen scheint festzustehen,
daß erste Siedlungsformen schon in der Jungstein-
zeit um 5000 vor Christus vorhanden waren. Stein-
zeitfunde am Staffelberg, die im Rathaus verwahrt
werden, beweisen dies.

Im Jahre 1010 geht das Gebiet um Hauzenberg
durch eine Schenkung Kaiser Heinrich II. an das
Kloster Niedernburg in Passau und wird damit dem
sogenannten "Abteyland" eingegliedert. Die höch-
ste Erhebung des Bereiches, der "Frauenwald",
erinnert an diese Zeit. 1130 wird Hauzenberg erst-
mals urkundlich erwähnt. Es besitzt um diese Zeit
bereits eine Filialkirche der Pfarrei Kellberg.

Mitte des 14. Jahrhunderts scheint Hauzenberg
schon ein stattlicher Ort von ca. 65 Anwesen und
einiger wirtschaftlicher Bedeutung gewesen zu
sein. Bischof Gottfried von Passau erhebt den Ort
zum "gefreiten Markt" und verleiht ihm die damit
verbundene "Ehaft" (Ortsrecht in 45 Paragraphen)
und den Freiheitsbrief im Jahr 1359. Die damals
genehmigten Märkte finden heute noch statt.

Mitte des 19.Jahrhunderts vernichten mehrere
Großbrände fast ganz Hauzenberg. In ihrem Orts-
kern zeigt die Stadt im wesentlichen noch das-
selbe Ortsbild wie nach dem damaligen Wieder-
aufbau. Durch Kriegsnöte hat Hauzenberg und
sein Umland kaum Schäden erlitten. Große Teile
der Bevölkerung sind dagegen im 17. Jahrhundert
der Pest erlegen.

Die Stadt Hauzenberg war nie ein befestigter Ort.
Grundherr war das Hochstift von Passau. Die
Edelgeschlechter, die als Lehensträger fungierten,
saßen bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts auf der
Burg Freudensee, die in Teilen heute noch steht.
Die bekanntesten Edelgeschlechter waren die
Paeschinger und die Edlen von Hauzenberg.
Letzteren könnte die Namensgebung für die Stadt
zugeschrieben werden. Dies ist allerdings nicht
verbürgt.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt erlebte
eine sprunghafte Veränderung mit dem Entstehen
der Granitindustrie um 1870 und dem Bahnbau im
Jahre 1905. Bis dahin beschäftigten sich die Hau-
zenberger neben der Landwirtschaft nacheinander
vornehmlich mit Handweberei, Ochsenzucht und
Hopfenanbau. Daneben florierte verschiedenes
Handwerk. Nach 1875 wurde neben der Landwirt-
schaft die Granitindustrie der Haupterwerbszweig.
Die Stadt wurde vom Granit völlig abhängig. Bis
zum Ende des 2. Weltkrieges bestimmten fast aus-
schließlich dieser Erwerbszweig und der Graphit-
bergbau in Kropfmühl Wohlstand oder Armut der
Bürger im Bereich der Stadt.

 

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1429 wird Hauzenberg selbstständige Pfarrei und
entwickelt sich bis zum heutige Tage zu einer der
größten katholischen Pfarreien im Bistum Passau.
1851 wird eine erste große neugotische Kirche
errichtet, die im Jahr 1972 einem der größten und
schönsten modernen Kirchenbauten Bayerns
weichen muß.

Das spätgotische Presbyterium der ehemaligen
Kirche mit dem "Freudenseer Flügelaltar" ist sehr
schön im Neubau integriert. Nach dem 2. Weltkrieg
entsteht hier durch den Vertriebenen-Zustrom eine
evangelische Kirchengemeinde, die einen eigenen
Kirchenbau errichtet.

Nach 1948 tritt wirtschaftlich eine grundlegende
Änderung ein. Nacheinander entstehen bedeu-
tende Betriebe der Holz-, Knopf-, Spirituosen-,
Wäsche-, Reißverschluß-, Pelz- und Elektroindu-
strie. Dazu kommen große Bauunternehmen und
kleinere Maschinen- und Gerätefabriken. Die Stadt
wird zum wirtschaftlichen Schwerpunkt im Südli-
chen Bayerischen Wald. Hinzu kommt ein ständig
wachsender Fremdenverkehr.

Hauzenberg ist mit ca. 12500 Einwohnern als
Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzent-
rums zum bedeutendsten wirtschaftlichen, schuli-
schen und kirchlichen Schwerpunkt im Bereich des
Südlichen Bayer. Waldes geworden und wurde
wegen seiner Bedeutung am 18.4.1978 zur Stadt
erhoben.

 

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